Wissenswertes  

Sie zählen zu den ältesten Haustierrassen der Welt, sie sind Neuweltkameliden, Schwielensohler und wurden vor etwa 4000-6000J. von den Indianern gezüchtet. Die Wildtierform der Alpakas sind die Vikunjas, die der Lamas die Guanakos. Das Ursprungsland ist Südamerika. Inzwischen werden sie auch in Nordamerika, Australien und Europa vermehrt gehalten und gezüchtet. Alpakas werden zur Wollproduktion und als Freizeit- und Begleittiere gehalten. Lamas als Lastenträger.

Es gibt zwei Alpakatypen, Huacaya und Suri. Bei den Lamas unterscheidet man in Classic-Lama , leicht und mittelbewollt, sowie die stark bewollten Woolys, auch hier gibt es Suris. Lamas und Alpakas sind Wiederkäuer (der Magen ist 3geteilt), sie fressen Heu, Gras, dabei zerstören sie mit ihren weichen Sohlen das Weideland nicht. Im Unterkiefer befinden sich 6 Schneidezähne, im Oberkiefer eine Kauplatte. In achtförmigen Kaubewegungen zermahlen die scharfkantigen Backenzähne die Nahrung. Die Widerrist-höhe beträgt bei Alpakas 75-100 cm, bei Lamas bis 140 cm die Tiere wachsen bis zum 4./5. Lj. Ausgewachsene Alpakas haben ein Gewicht von 50-80 kg, Lamas 80-150 kg. Stuten sind 11-13 Monate trächtig. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 8 (im Herkunftsland) bis 20 Jahren. 

Lamas/ Alpakas sind Herdentiere, müssen mindestens zu zweit als "Team" gehalten werden, wobei es hier zu Sozialisierungsproblemen kommen kann. Obwohl es Fluchttiere sind, können trainierte, gut ausgebildete Tiere am Halfter laufen und in tiergestützten Interventionen zum Einsatz kommen. 

Aktuell soll es in Deutschland 20.000 Neuweltkameliden geben.

 

Quelle: TVT: Nutzung von Tieren im sozialen Einsatz (131.8 Neuweltkameliden) September 2011

 Was ist besonders an den Kleinkamelen?

  • Ihre Summtöne wirken beruhigend auf den Menschen
  • sie sind sanftmütig, intelligent und gelassen
  • Es geht eine ganz besondere Harmonie von den Tieren aus
  • Alpakas&Lamas wirken durch ihr neugieriges, ruhiges und freundliches Wesen ausgleichend und entspannend auf den Menschen
  • Alpakas&Lamas sprechen den Menschen als sinnliches Wesen an, durch ihre friedlichen Augen, das kuschelige Fell und die Fähigkeit, sich der Stimmung und Situation anzupassen
  • Alpakas&Lamas mit ihrer lebendigen, neugierigen Zugewandtheit und der warmen, weichen Anmut können in ihrer Ursprünglichkeit tiefgreifende Wirkungen auf unser vegetatives Nervensystem ausüben

Tiefgreifende Wirkung auf das vegetative Nervensystem des Menschen 

 Beispiele:

psychisch

  • Stärkung des Vertrauens
  • Ganzheitlicher Einfluss auf das Befinden
  • Wertschätzung gegenüber Anderen
  • Abbau stereotyper Beschäftigung
  • Zugang zu eigenen Emotionen
  • Beziehungen gestalten, Empathie empfinden
  • Gewinn an Lebensqualität
  • Verbesserung von Interaktion und Kommunikation, Blickkontakt

 physisch/ mental

  • Kreislaufstabilisierung
  • Senken des Blutdruckes und der Atemfrequenz
  • Förderung der Mobilität
  • Anregung taktiler Reize
  • Entspannung der Muskulatur
  • Ablenkung von Schmerzen

  sozial/emotional

  • Zulassen von Körperkontakt positiv beeinflussen
  • Erhöhung der Stresstoleranz
  • Verbesserung von Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein
  • Verantwortung übernehmen
  • Wertschätzung gegenüber Anderen

 

 

 

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